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Kantonsgericht


Datum Mitteilung Sperrfrist Detail
09.04.2018 Konkursbeamtin Isabelle Bachmann geht in Pension

Konkursbeamtin Isabelle Bachmann geht in Pension

Isabelle Bachmann hatte am 31. März 2018 ihren letzten Arbeitstag beim Konkursamt Luzern. Das Kantonsgericht hat den Juristen Patrick Müggler zu ihrem Nachfolger gewählt.

Isabelle Bachmann darf auf eine überaus lange und erfüllte Tätigkeit beim Konkursamt Luzern zurückblicken. Am 1. März 1979 stiess sie als Verwaltungsangestellte zu dieser Dienststelle, ein Jahr später absolvierte sie die Sachwalterprüfung. In der Folge erweiterte und vertiefte sie ihr Fachwissen kontinuierlich, so dass sie 1987 zur Stellvertreterin des damaligen Konkursbeamten befördert werden konnte. Als dieser anfangs Juli 1989 in Pension ging, wurde Isabelle Bachmann zur Vorsteherin des Konkursamts Luzern gewählt. Seither führte sie die Dienststelle umsichtig, kompetent und mit grossem persönlichem Einsatz; im Spitzenjahr 2015 erledigte sie mit ihrem kleinen Team über 200 Konkursverfahren. Bei der Amtsübergabe an ihren Nachfolger am 1. März 2018 waren es genau 39 Jahre, die Isabelle Bachmann im Konkursamt verbracht hatte. Nun schlägt sie ein neues Kapitel auf. Im Sommer fährt sie mit ihrem Mann auf der gemeinsamen Harley zum Nordkap; weitere Unternehmungen werden folgen.

Neuer Konkursbeamter gewählt

Patrick Müggler hat am 1. März 2018 als neuer Konkursbeamter des Konkursamts Luzern die Nachfolge von Isabelle Bachmann angetreten. Der Jurist war zuvor als stellvertretender Konkursbeamter beim Konkursamt Schaffhausen tätig.

Kontakt

Sandra Winterberg Lang

Informationsbeauftragte Kantonsgericht

Hirschengraben 16

6002 Luzern

Tel: 041 228 63 40

E-Mail: sandra.winterberg@lu.ch


keine
28.03.2018 Jahresbericht 2017: Luzerner Gerichte setzen Mittel effizient ein

Luzerner Gerichte setzen Mittel effizient ein

Die Luzerner Gerichte schauen auf ein bewegtes Jahr 2017 zurück. Die Tätigkeit stand im Zeichen der Sparpolitik des Kantons Luzern. Das neue Unterhaltsrecht führte bei den Bezirksgerichten zu erheblichem Mehraufwand. Entsprechend haben sich die Verfahrensdauern im Familienrecht verlängert.

Die Luzerner Gerichte gaben im Jahr 2017 aufgrund des budgetlosen Zustandes weniger Mittel aus als im Vorjahr. Zahlreiche zukunftsgerichtete Projekte mussten zurückgestellt werden, obwohl für die Gerichte der grosse und kostenintensive Schritt ins digitale Zeitalter bevorsteht.

Im Jahr 2017 betrug der Aufwand 55.9 Millionen Franken, der Ertrag belief sich auf 29.6 Millionen Franken. Die Jahresrechnung schloss mit einem Aufwandüberschuss von 26.3 Millionen Franken ab.

Bezirksgerichte wegen neuem Unterhaltsrecht unter Druck

2017 erledigten die vier Bezirksgerichte, das Zwangsmassnahmengericht, das Kriminalgericht und das Arbeitsgericht knapp 9000 Fälle. Davon entfielen rund 8000 Fälle auf das Zivilrecht. Die Zahl der Strafverfahren stieg bei den Bezirksgerichten weiter an. Auch die Zivilverfahren nahmen markant zu.

Seit Januar 2017 ist das neue Unterhaltsrecht in Kraft. Diese Gesetzesänderung führte bei den Bezirksgerichten zu einer massiven Mehrbelastung, einer erhöhten Bindung von Ressourcen und einer erheblichen Verlängerung der Verfahren. Inzwischen können nicht mehr 80 Prozent aller zivilrechtlichen Fälle innert Jahresfrist erledigt werden.

"Bei den Rechtsuchenden geniesst die Arbeit der erstinstanzlichen Gerichte konstant eine hohe Akzeptanz. Über 95 Prozent der Entscheide blieben unangefochten", führt Kantonsgerichtspräsident Marius Wiegandt aus.

Effizienter Einsatz der Ressourcen am Kantonsgericht

Das Kantonsgericht erledigte 2017 rund 2250 Fälle im Zivil-, Straf- und Verwaltungsrecht. Mehr als 91 Prozent aller Fälle konnten innert einem Jahr erledigt werden. Seit 2011 nehmen die Straffälle stetig zu. Dank gezieltem Ressourceneinsatz konnten 2017 so viele Strafverfahren erledigt werden, wie im gleichen Jahr neu eingingen. 2017 sind zudem mehr öffentlich-rechtliche Fälle eingegangen als in den zwei Vorjahren.


Dokumentation zur Medienkonferenz vom 28.März 2017 siehe PDF-Dokumente
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