Gerichte Kanton Luzern gerichte.lu. ch

Aktuelles und Medienmitteilung

Medienschaffende, welche regelmässig über die Rechtspflege der Luzerner Gerichte berichten, können eine Akkreditierung und Zugang zum Medienraum beantragen.

Kantonsgericht


Datum Mitteilung Sperrfrist Detail
31.03.2020 Zwei langjährige Kantonsrichterinnen gehen in Pension

Ende März 2020 verabschieden sich zwei langjährige Richterinnen vom Kantonsgericht: Kantonsrichterin Liliane Isaak-Dreyfus und Kantonsrichterin Franziska Peyer-Egli.

Dr. iur. Liliane Isaak-Dreyfus war seit dem 1. Juni 1997 im Amt. Sie begann ihre Tätigkeit als Richterin in der damaligen S-Abteilung des Luzerner Verwaltungsgerichts. Besonders geschätzt wurde ihre Berufserfahrung im Sozialversicherungsrecht, welche sie bei ihrer Tätigkeit für die IV-Stelle erworben hatte. In ihrer über 20-jährigen Amtszeit hat sich die Bedeutung des Sozialversicherungsrechts stark gewandelt. Von einem juristischen Randgebiet hat es sich zu einer spezialisierten Disziplin entwickelt, deren grosse Bedeutung heute unbestritten ist. Seit der Fusion von Verwaltungs- und Obergericht im Jahr 2013 war Liliane Isaak-Dreyfus in der 3. Abteilung des Kantonsgerichts tätig.

Lic. iur Franziska Peyer-Egli trat ihr Amt am damaligen Luzerner Obergericht im Jahr 2006 an. Vor ihrer Tätigkeit als Richterin war sie als selbständige Anwältin tätig. In den Jahren 2011 und 2012 präsidierte sie als erste und einzige Präsidentin das Luzerner Obergericht. Seit der Fusion von Verwaltungs- und Obergericht zum Kantonsgericht im Jahr 2013 war Franziska Peyer-Egli für die 2. Abteilung tätig. Ein wichtiger Schwerpunkt ihrer Tätigkeit bildet das Strafrecht.

Ein Porträt von Kantonsrichterin Franziska Peyer-Egli findet sich auf Seite 6 des Geschäftsberichts 2019 der Luzerner Gerichte, abzurufen unter https://gerichte.lu.ch/recht_sprechung/publikationen


Neue Mitglieder des Kantonsgerichts bereits gewählt

Bereits am 28. Januar 2020 fand die Ersatzwahl für die abtretenden Kantonsrichterinnen durch den Kantonsrat statt. Dr. iur. Franziska Windlin, bisher als Richterin am Bezirksgericht Willisau, wird ihre Tätigkeit am Kantonsgericht am 1. April aufnehmen. Auf den gleichen Zeitpunkt wechselt Dr. iur. Chris Lehner vom Bezirksgericht Luzern an das Kantonsgericht. Kantonsrichterin Windlin und Kantonsrichter Lehner werden in der 2. Abteilung des Kantonsgerichts tätig sein.

keine
24.03.2020 Geschäftsbericht 2019: Luzerner Gerichte starten Weiterentwicklung

Das Projekt "Gerichtsmeile" soll die räumliche Weiterentwicklung der Luzerner Gerichte voranbringen. Bei den erstinstanzlichen Gerichten und beim Kantonsgericht stieg die Zahl der Strafprozesse weiter an. Der Gerichtsbetrieb läuft trotz Corona-Virus weiter.

Im Jahr 2019 konnte das Kantonsgericht im Rahmen des Projekts "Gerichtsmeile" erste Grundlagen für den gemeinsamen Standort des Kantonsgerichts und für eine zeitgemässe Infrastruktur des Kriminalgerichts schaffen. Im Moment lässt der Regierungsrat eine Machbarkeitsstudie zu diesem Projekt erarbeiten.

Bei den vier Bezirksgerichten, dem Zwangsmassnahmengericht, dem Kriminalgericht und dem Arbeitsgericht gingen letztes Jahr 9290 neue Fälle ein. 95,7 Prozent der Entscheide der erstinstanzlichen Gerichte blieben unangefochten. Dies ist ein Qualitätsausweis und spricht für die sehr hohe Akzeptanz der Entscheide.

Anhaltendes Wachstum im Strafrecht

Die Strafprozesse nahmen weiter zu. Dank einem gezielten personellen Ausbau konnten bei den erstinstanzlichen Gerichten und beim Kantonsgericht mehr Strafverfahren erledigt werden. Das Problem ist damit jedoch nicht gelöst. Auch Jahr 2019 gingen mehr Strafprozesse ein, als erledigt werden konnten.

Der Ausbau der Staatsanwaltschaft zur Bekämpfung der Cyberkriminalität wird zu zusätzlichen Strafverfahren führen. Aufgabe der Gerichte ist es, das notwendige Fachwissen im Bereich Cyberkriminalität ebenfalls aufzubauen.

Umgang mit dem Corona-Virus

Gerade in Krisensituationen haben staatliche Institutionen wie die Gerichte eine wichtige Funktion. Die Luzerner Gerichte sind bereit, ihre Aufgaben auch in der aktuellen ausserordentlichen Situation zu erfüllen.

Aufgrund des Corona-Virus müssen die Luzerner Gerichte den Publikumsverkehr stark einschränken. Durchgeführt werden im Moment lediglich die dringlichsten Verhandlungen. Bis zum 19. April 2020 gilt im Schuldbetreibungs- und Konkursrecht ein Rechtsstillstand und im Zivilrecht ein Fristenstillstand. Dies wurden vom Bundesrat angeordnet. Alle anderen Verfahren laufen weiter. Aktuelle Angaben finden sich jeweils auf unserer Webseite unter www.gerichte.lu.ch.

Die heutige Präsentation von Kantonsgerichtspräsident Andreas Galli finden Sie unter folgendem Link:

https://gerichte.lu.ch/medien/geschaeftsbericht2019

keine
 1  
Auf dieser Webseite werden zur Verbesserung der Funktionalität und des Leistungsverhaltens Cookies eingesetzt. Durch Klicken auf den OK-Button stimmen Sie der Verwendung von Cookies auf dieser Webseite zu.
Weitere Informationen